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Ausbildung

Sven Pockrandt

Im Bereich der Chiropraktik finden sich in Deutschland drei verschiedene Berufsbezeichnungen mit unterschiedlichen Ausbildungswegen von unterschiedlicher Qualität:

Chiropraktor – Absolvent eines intensiven medizinischen Hochschulstudiums der Chiropraktik – im Durchschnitt fünf Jahre an der Universität/ Hochschule plus ein Praxisjahr im Ausland, entsprechend den einheitlichen internationalen Standards und den Richtlinien der WHO (Weltgesundheitsorganisation). An deutschen Hochschulen ist ein solches Studium bisher nicht möglich, daher muss diese zeitintensive und gründliche Ausbildung im Ausland erworben werden, z.B. in Großbritannien, den USA, der Schweiz oder auch in den skandinavischen Ländern. Dort sind verschiedene akademische Abschlüsse erreichbar wie der Bachelor of Science (Chiropractic), BSc 
Master of Science (Chiropractic), MSc 
Master of Chiropractic oder der MChiro 
Doctor of Chiropractic, D.C.

Chirotherapeuten sind Schulmediziner mit einer Zusatzausbildung im Bereich Chiropraktik und Chiropraktiker sind Heilpraktiker mit einer solchen Zusatzausbildung.

Eine solche Zusatzqualifikation, die z. B. für Ärzte insgesamt 320 Unterrichtsstunden á 45 Minuten umfasst, kann schwerlich die Tiefe und Qualität eines chiropraktischen Hochschulstudiums über mehrere Jahre erreichen.

Da – im Unterschied etwa zu den USA, Kanada, Belgien, der Schweiz und Skandinavien – der Chiropraktor in Deutschland nicht als eigenständiger Heilberuf anerkannt wird, müssen Chiropraktoren unter dem Heilpraktiker-Gesetz arbeiten,

Wegen dieser nachteiligen Situation praktizieren in ganz Deutschland nur rund 150 Chiropraktoren, die die beschriebene fundierte Hochschulausbildung vorweisen können.